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KNOSPEN – DIE KRAFT DER BÄUME NUTZEN / Rosenknospe /

KNOSPEN – DIE KRAFT DER BÄUME NUTZEN

Ein Einblick in das Wunder der Knospen und was sie uns Gutes tun können.

Es ist Mitte März, draußen schneit es in dicken Flocken und ich beginne mittlerweile sicher zum fünften Mal diesen Beitrag zu schreiben. Es wird mir immer bewusster wie schwierig es ist, das Wunder der Knospen in ein paar Zeilen zu erfassen. Dennoch möchte ich versuchen, euch einen kleinen Einblick in ihre Wirkungsweise zu geben und warum sie sich von herkömmlichen Heilkräutern unterscheiden. Vielleicht kann ich die Begeisterung für Knospen auch in euch ein klein wenig wecken. Also lasst es mich versuchen…
 
WAS IST EINE KNOSPE?
Eine Knospe (lat. Gemma – daher auch der Name „Gemmo-Therapie) ist ein sehr junger Spross, der eigenständig noch nicht lebensfähig ist. Sie wir umhüllt von Schutzblättern und besteht aus teilungsfähigem Gewebe. Sie wird genährt durch die Energie des Mutterbaums. In jeder Knospe steckt die gesamte Information des Baumes – es schlummert sozusagen ein kleines Miniaturbäumchen mit allen Anlagen des Baumes in diesen kleinen Wunderwerken.
 
BÄUME DENKEN WEIT VORAUS
Wenn wir an Knospen denken, haben wir meistens Bilder von Frühling, Sonne und jeder Menge frischem Grün vor Augen. Fast keiner denkt dabei an fallende Blätter, Herbst, Kälte und Winter.

Bäume denken jedoch um so vieles weiter voraus. Die Zeit zwischen dem Bilden und dem Öffnen der Knospe beträgt ca. ein halbes Jahr. Bäume machen sich die Kraft und Energie des Sommers zu Nutze, um ihr Fortbestehen zu sichern und ihr Wachstum für das nächste Jahr anzulegen. In der kalten Jahreszeit geht der Baum in den „Winterschlaf“ und fährt all seine Systeme auf ein Notprogramm herab. Aber mit den ersten warmen, sonnigen Tagen im Frühling beginnt er wieder mit voller Kraft an seinem Wachstum zu arbeiten. Er versorgt jede Zelle mit neuer Energie. Die Knospen beginnen zu wachsen, werden immer praller, folgen ihren Informationen Blatt, Blüte oder Wurzel zu werden und platzen schließlich voller Kraft aus ihren Hüllen. Ehe wir uns versehen, sind wir wieder umgeben von frischem saftigem Grün, dass voller Leben steckt.

Ein Wunderwerk der Natur – nur durch die Kraft der Knospen, können Bäume teils hunderte von Jahren alt werden, wachsen und gedeihen. Nach Auffassung von Dr. Henry Pol, dem wissenschaftlichem Begründer der Knospen-Therapie, macht diese Eigenschaft Bäume zu einer der höchsten pflanzlichen Lebensformen. Aber wie kann all das funktionieren und wieso weiß der Baum, wann es was zu tun gibt?
 
WIESO ES FUNKTIONIERT
Funktionieren kann dies alles nur, weil Knospen wie kleine pflanzliche Embryos sind. Wir machen uns hier die Kraft von sogenanntem „embryonalen Pflanzengewebe “ zu Nutze. Knospen bestehen zu einem großen Teil aus pflanzlichen Stammzellen (Meristemen). Außerdem stecken in jeder Knospe eine Menge Phytohormone. Zum einen gibt es Schlafhormone (z.B.: Abscisinsäure), zum anderen Wachstumshormone (u.a. Auxine, Gibberelline) und dann gibt es noch jene Hormone, welche den Wachstumshormonen helfen zu steuern, ob Blatt, Blüte oder Wurzel gewünscht wird. Die einen brauchen Licht und Wärme, die andern mögen es dunkel und kalt. Somit bestimmen die äußeren Umstände, welche Hormone gerade am aktivsten sind und der Baum reagiert dementsprechend – dann spielen noch Dinge wie Aminosäuren und Proteine eine gewichtige Rolle – all dies sind Wirkstoffe, die wir in der „normalen“ Heilpflanzenwelt nicht in diesem Ausmaß haben. Bei Kräutern nutzen wir hauptsächlich die sekundären Pflanzenstoffe wie: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Carotinoide, Anthozyane, Saponine, Vitamine, Harze, Mineralstoffe, Spurenelemente u.v.m. – das Schöne an Knospen ist, dass wir all diese „sekondären Pflanzenstoffe“ auch noch gratis mit dazu kriegen.

Apfelknospe 
 
WIE KÖNNEN WIR KNOSPEN ZU UNS NEHMEN UND WAS BEWIRKEN SIE?
Vorab möchte ich euch einen Merksatz zum Sammeln von Knospen mit auf den Weg geben, der schon ein wenig erahnen lässt, wie viel Kraft in diesen kleinen Sprossen liegt.
 
„Früchte sammle im Kübel, Kräuter im Körbchen und Knospen im Fingerhut“
 
Achte beim Sammeln bitte darauf, dass du die Knospen nur vereinzelt von den Zweigen zupfst, denn erntest du von einem Zweig alle Knospen ab, ist dieser zum Sterben verurteilt. Du solltest in jedem Fall mindestens 2/3 der Knospen auf dem jeweiligen Zweig belassen. Bei der Knospen-Therapie verwenden wir nur Knospen von Bäumen und verholzenden Sträuchern.
 
Am einfachsten ist es, beim Spazieren gehen oder beim Rundgang durch deinen Garten 5 -10 Knospen von Bäumen zu naschen welche du kennst und von denen du weißt, dass du auch ihre Früchte bedenkenlos essen kannst. Kaue die Knospe so lange im Mund, bis sie quasi von selber verschwinden. Du wirst feststellen, dass sie absolut verschieden schmecken – von extrem bitter und harzig, bis zart und mild. So verschieden sie schmecken, so verschieden sind auch ihre Wirkungen. Ihnen allen gemein ist jedoch, dass sie uns stärken. Embryonales Gewebe verbessert die Zellkommunikation, harmonisiert den Stoffwechsel und aktiviert unsere Selbstheilungskräfte - es fördert die Entgiftung, startet Reparaturprogramme und dreht sogar die biologische Uhr unserer Zellen ein klein wenig zurück und dies alles schon in kleinsten Mengen [1]. Versuche dieses Ritual so oft als möglich anzuwenden – am besten täglich. Als Profilaxe ist dies jedenfalls eine gute Herangehensweise. Will man speziellere Heilwirkungen, ist es fein, sich ein wenig Knospenwissen anzueignen. So ist zum Beispiel
  • die Johannisbeere – das beste pflanzliche Kortison
  • die Schwarzpappel – pflanzliches Antibiotika und tut außerdem unserer Haut gut.
  • die Himbeere – ist die Frauenknospe schlechthin
  • die Brombeer – sorgt für Flexibilität im Alter und wirkt der Degeneration entgegen
  • die Linde – tut der Seele gut und lindert Reizhusten…
um nur ein paar zu erwähnen.
 
NOCH KURZ NOTIERT
Schön zu wissen ist, dass wir embryonales Gewebe aber auch in jungen Trieben, Kätzchen, jungen Fruchtständen usw. finden. Leider kommt das durch die Bezeichnung „Knospen-Therapie“ nicht so gut zur Geltung. Womit die ursprüngliche Bezeichnung Henry Pol’s, der sie „Phytoembryonal-Therapie“ nannte, eigentlich wesentlich treffender gewesen wäre. Wie es zu dieser Namensänderung kam, warum wir Menschen so gut auf pflanzliche Wirkstoffe reagieren und wie einfach wir sie in so viele Bereiche unseres Alltags integrieren können, wären schon wieder Geschichten für sich… 
 
Ach, es gäbe noch vieles zu erzählen um diese kleinen Wunderwerke, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ein für mich jedoch sehr schöner und beruhigender Gedanke ist es zu wissen, dass wir die Kraft der Knospen das ganze Jahr über zur Verfügung haben. Auch wenn es draußen stürmt und schneit, sind Knospen und ihre phytoembryonalen Wirkstoffe für uns da – wir müssen nur wissen, in welchem Teil der Pflanze wir sie suchen müssen. Wir müssen also dem Wachstum folgen, um ihre Kräfte zu finden.
 
Es würde mich freuen, wenn es mir gelungen ist auch in dir ein klein wenig das Interesse und die Liebe an den kleinen Wunderwerken zu wecken. Falls du noch mehr darüber wissen magst, gibt es zu dem Thema wundervolle Bücher, welches jedes für sich seinen eigenen besonderen Zugang zu Knospen findet (meine Empfehlungen am Ende dieses Beitrags) und zum anderen würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn du einen meiner Knospen Kurse besuchen magst, wo wir in kleiner gemütlicher Runde über die Geschichte der Knospen-Therapie plaudern, ihre verschiedenen Wirkstoffe und Zusammenhänge besser kennenlernen und verschiedene Auszugsmethoden in der Praxis erarbeiten.
 
Alles Liebe
Rosi
 
Knospenextrakte

Meine Buchempfehlungen:
[1] Knospen und die lebendigen Kräfte der Bäume/Gabriela Nedoma
[2] Gemmotherapie – Knospen in der Naturheilkunde/Chrischta Ganz u. Louis Hutter
[3] Gemmotherapie – Grundlagen, Indikation, Behandlung / Cornelia Stern
 
 
 
 
 
 
 
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